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Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden

Spatenstich für die Radspindel an der Kaiserbrücke: Wiesbaden und Mainz wachsen für den Radverkehr weiter zusammen

Mit dem Spatenstich am Montag, 24. August, startet der Bau der neuen Radspindel am Brückenkopf der Kaiserbrücke.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden schafft damit eine komfortable, barrierearme und sichere Anbindung an den bestehenden Geh- und Radweg auf der Kaiserbrücke auf Wiesbadener Seite. Das Projekt schließt eine langjährige Lücke im städteübergreifenden Radwegenetz und verbessert die Verbindung zwischen Wiesbaden und Mainz nachhaltig. 

Verkehrsdezernent Andreas Kowol betont die Bedeutung des Projekts für den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur: „Die Radspindel ist weit mehr als eine Rampe. Sie schließt eine entscheidende Lücke im Radverkehrsnetz und macht eine bereits heute stark nachgefragte Verbindung deutlich attraktiver. Damit stärken wir den Umweltverbund, erhöhen die Verkehrssicherheit und schaffen eine Infrastruktur, die den Anforderungen der Mobilität von morgen gerecht wird.“ 

„Die Kaiserbrücke ist für viele Menschen eine wichtige Alltagsverbindung zwischen Mainz und Wiesbaden. Die neuen Radspindeln beseitigen eine seit Langem bestehende Barriere und macht die Rheinquerung künftig deutlich komfortabler – gerade auch mit Pedelec, Lastenrad oder Fahrradanhänger. Das ist ein echter Gewinn für den stadt- und länderübergreifenden Radverkehr und zugleich ein starkes Beispiel für die gute Zusammenarbeit unserer beiden Landeshauptstädte“, erklärt die Mainzer Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger. 

Die Kaiserbrücke ist eine bedeutende Verbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten. Entlang des Rhein verlaufen eine Vielzahl regionaler und überregionaler Radrouten, wie der Radfernweg R3, der Euro-Velo 15 sowie der Radachter Süd. Bislang ist der Geh- und Radweg auf Wiesbadener Seite lediglich über eine Treppenanlage mit Schieberillen erreichbar. Die neue Radspindel verkürzt die Wege spürbar und macht die Rheinquerung im Alltag deutlich entspannter und barriereärmer. 

Mit der neuen Radspindel entsteht eine rund vier Meter breite Rampe, die allen Nutzerinnen und Nutzern eine komfortable und barrierefreie Auffahrt ermöglicht. In drei Windungen werden 9,50 Meter Höhenunterschied überwunden, der Handlauf ist beleuchtet. Im Anschluss an die Fertigstellung der Spindel wird die bestehende sanierungsbedürftige Treppenanlage durch einen Neubau ersetzt. Während der gesamten Bauzeit besteht stets eine Möglichkeit die Kaiserbrücke weiterhin zu erreichen. Der Radverkehr zwischen Kaiserbrücke und Yachthafen Rhein Port wird über die Biebricher Straße umgeleitet. Die Fertigstellung ist voraussichtlich im Frühjahr 2028 geplant. 

Die Maßnahme ist Bestandteil des Rad-Grundnetzes sowie des Luftreinhalteplans der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ziel ist es, den Radverkehr weiter zu fördern, den Anteil klimafreundlicher Mobilität zu erhöhen und den Verkehr zwischen Wiesbaden und Mainz nachhaltiger zu gestalten. Bereits heute wird die Verbindung über die Kaiserbrücke intensiv genutzt. Verkehrszählungen haben schon vor der Planung rund 600 Radfahrende pro Tag erfasst – obwohl die Zuwegung zur Brücke bislang nur über Treppen möglich ist. 

Die Kosten belaufen sich auf rund 4,9 Millionen Euro, von denen 2,84 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Verkehr getragen werden. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Mainz, der Deutschen Bahn und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. 

Bei der Überprüfung des Fuß- und Radwegs auf der Kaiserbrücke (Nordbrücke) wurden Schäden am Belag festgestellt, die die Verkehrssicherheit erheblich gefährden. Um die Arbeiten mit möglichst wenig Einschränkungen durchzuführen, wird diese Instandhaltungsmaßnahme mit dem Bau der Spindel zusammengeführt. Daher wird die Brücke ab Dienstag, 25. August, für etwa vier Wochen für den Fuß- und Radverkehr gesperrt. In dieser Zeit wird die Oberfläche erneuert, sodass mit der Fertigstellung der Spindel auch ein neuer, komfortabler Brückenbelag vorhanden ist und Sperrungen zu einem späteren Zeitpunkt vermieden werden. Die Umleitung erfolgt großräumig über die Schiersteiner Brücke und die Theodor-Heuss-Brücke und ist entsprechend ausgeschildert.

Mit dem heutigen Baubeginn wird ein Projekt umgesetzt, das bereits 2019 im Rahmen des Sofortpakets zur Luftreinhaltung beschlossen wurde. Mit der Radspindel wird die Kaiserbrücke zu einem noch attraktiveren Knotenpunkt für den Radverkehr zwischen Wiesbaden und Mainz – ein wichtiger Schritt hin zu einer fahrradfreundlichen, klimafreundlichen Mobilität in der Region.

Bilder

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Spatenstich für den Bau der neuen Radspindel (v.l.n.r. vorne): Christa Gabriel (Ortsvorsteherin Kastel), Andreas Kowol (Verkehrsdezernent), Carl Pioch (Geschäftsführer Michel Bau), Martin Kraft (Stadtverordneter), Mechthilde Coigné (Stadtverordnete).

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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