Fahrbahnsanierung am Bussteig B am Hauptbahnhof frühzeitig abgeschlossen
Das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Wiesbaden hat die Fahrbahn in der Bahnhofstraße im Bereich des Bussteigs B, Fahrtrichtung Innenstadt, umfangreich saniert. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen und alle Fahrstreifen stehen wieder zur Verfügung. Auch ist das Abbiegen vom 1. Ring in die Bahnhofstraße ist wieder uneingeschränkt möglich.
Durch eine Anpassung der Betonrezeptur und eine damit einhergehende schnellere Anfangsaushärtung konnte die Sperrung rund drei Wochen früher als ursprünglich geplant aufgehoben werden.
An stark frequentierten Bushaltestellen, wie den Steigen B, C und D am Hauptbahnhof, stoßen herkömmliche Asphaltbeläge an ihre Grenzen. Hohe Temperaturen, ständiges Bremsen und Anfahren der Busse führen zu Spurrinnen, Verformungen und Wellen. Die Stadt Wiesbaden hat sich daher bewusst für die hochwertigste und langlebigste Ausbauvariante entschieden, die Betonbauweise.
„Die bessere Bauweise sorgt für eine höhere Lebensdauer und somit Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger. Eine Betonstraße hält bei dieser Belastung 25 bis 30 Jahre ohne große Sanierung, bleibt auch bei Hitze stabil und verursacht weniger Folgekosten“, erklärt Verkehrsdezernent Marc Dahlen.
Straßen in Betonbauweise bestehen aus einer Mischung von Zement, Sand, Kies und Wasser. Der Zement dient als Bindemittel, das alles zusammenhält. Der sogenannte Oberbau ist eine Fahrbahndecke aus Beton. Diese liegt auf einer Tragschicht aus Schotter auf. Tragschichten leiten die Last in den Untergrund ab und dienen als Frostschutz.
Nach dem Einbau muss der Beton üblicherweise mehrere Wochen ruhen und aushärten, um seine volle Tragfähigkeit und Festigkeit zu erreichen. Erst dann kann die Straße für den Verkehr freigegeben werden. Während der Aushärtungsphase finden keine sichtbaren Bauarbeiten statt. Nichtsdestotrotz ist die vierwöchige Wartezeit eine notwendige Investition in die Langlebigkeit der Straße: Würden schon früher (schwere) Fahrzeuge die Straße nutzen, könnten diese den noch nicht vollständig ausgehärteten Belag dauerhaft schädigen.
Die Landeshauptstadt Wiesbaden dankt allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld während der Aushärtungsphase.
Je nach Beanspruchung setzt die Landeshauptstadt unterschiedliche Straßenbeläge ein. Die drei wichtigsten Varianten im Überblick:
- Beton ist die teuerste, aber auch stabilste Variante. Er ist hell, reflektiert Licht und heizt sich weniger auf. Außerdem ist er verformungsstabil und extrem belastbar. Nachteile sind die hohen Anfangskosten, die lange Aushärtungszeit und aufwendigere Reparaturen.
- Halbstarrer Belag verbindet die Fugenlosigkeit von Asphalt mit der Druckfestigkeit von Beton. Er ist schnell nutzbar (nach zwei bis drei Tagen), widerstandsfähig gegen schwere Lasten und hitzebeständiger als reiner Asphalt. Allerdings ist die Einbauphase sehr anspruchsvoll und Reparaturen erfordern Spezialgeräte.
- Asphalt ist günstig, schnell verlegt und einfach zu reparieren. Er bietet eine komfortable, geräuscharme Fahrt. Bei starker Hitze kann er jedoch weich werden, sich verformen und Spurrinnen bilden. Auch Feuchtigkeit kann eindringen und zu Schlaglöchern führen. Diese Oberfläche erfordert eine häufigere Wartung.
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Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.
