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Das neue Rhein.Main.Ufer Konzept

In dem neuen Konzept zum Wiesbadener Rhein- und Mainufer werden Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Bereiche Freizeit und Erholung, Natur und Umwelt, Gastronomie und Mobilität und Verkehr aufgezeigt.

Anlass und Ziel

Der Rhein stellt die Nahtstelle zwischen den beiden Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden dar. Während in Mainz die Innenstadt direkt am Rheinufer liegt, sind auf Wiesbadener Seite die Stadtteile Mainz-Kostheim, Mainz-Kastel, Mainz-Amöneburg, Biebrich und Schierstein die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Rhein und Main.

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt und Region und verbringen ihre Freizeit am Rhein- und Mainufer. Es steigt die Nachfrage nach Gastronomie, der direkte Zugang zum Wasser wird gesucht, ebenso Möglichkeiten, einfach nur den Sonnenuntergang mit Freunden zu genießen oder zu picknicken. Das neue Rhein.Main.Ufer Konzept zeigt auf, wie das Ufer in seinen fünf Stadtteilen an Rhein und Main künftig gestaltet werden kann.

Das Konzept

Über das 14 Kilometer lange Ufer von Schierstein bis nach Kostheim verteilen sich 126 Maßnahmen. Diese wollen Orte der Ruhe, der Begegnung und sportlichen Betätigung schaffen, stehen aber ebenso für naturnahe Lebensräume oder für Maßnahmen der Klimaanpassung. Durch Vorschläge zu neuen Wegeführungen oder der Trennung von Fuß- und Radwegen, zu autofreien Bereichen sowie Ergänzungen des ÖPNVs wird auch die Verbesserung der Mobilität an verschiedenen Orten aufgezeigt. Das Konzept versteht sich als Maßnahmenkatalog, der neben kleineren Veränderungen, wie zum Beispiel schattenspendenden Baumpflanzungen, neuen Sitzgelegenheiten oder Spielangeboten auch größere Projekte vorschlägt wie Outdoor-Sportangebote unter der Schiersteiner Brücke oder einen neuen Park für alle Bürgerinnen und Bürger östlich der Reduit.

Beteiligungsprozess

Die Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, ihre Ideen für die Gestaltung des Rhein- und Mainufers in Wiesbaden in den Planungsprozess einzubringen.

In einer ersten Runde im Frühjahr 2021 wurden so über 500 Beiträge vorgetragen. Auch die zweite Beteiligungsrunde im November 2021, die online und auch wieder vor Ort stattfinden konnte, wurde rege genutzt. Von den zahlreichen Ideen und Anregungen konnten rund 70 Prozent in das Konzept einfließen. Über den Link unten gelangen Interessierte zu den Details dieser Beteiligungen auf dein.wiesbaden.de.

Das Konzept soll dazu einladen, sich für die eine oder andere Maßnahme zu begeistern und sogar zu engagieren.

Wie geht es weiter?

Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Juli 2023 ist dieser Maßnahmenkatalog ein nach Baugesetzbuch beschlossenes städtebauliches Entwicklungskonzept, das für die oben genannten Schwerpunktbereiche Vorschläge macht.

Die Umsetzung der Ideen und Maßnahmen wird eine Zukunftsaufgabe für die nächsten Jahre sein. Kleinere Veränderungen werden sich am Ufer sicher schneller wiederfinden als große Projekte wie ein autofreies Rheinufer in Biebrich oder die neugestaltete Fußgängerzone in Schierstein.

Das Konzept dient als strategische Grundlage, sich allen Uferstadtteilen gleichermaßen anzunehmen.

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Platz an der Schwanenbucht wiesbaden.de / Visualisierung: LILASp Lichtenstein Landschaftsarchitektur und Stadtplanung & A. Calitz Visual
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