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Delkenheimer Kiesgrube - Rückzugsgebiet für viele Tierarten

Die Kiesgrube in Delkenheim gilt als Juwel unter Wiesbadener Naturfreunden. Hier haben viele Tierarten einen Lebensraum und Rückzugsort mit Seltenheits-wert gefunden, nachdem in den Jahren 2012/2013 ein Entwicklungskonzept mit vielfältigen Kompensationsmaßnahmen für das Gelände erarbeitet wurde, die nach und nach umgesetzt wurden und werden.

Im Jahr 2010 hat die Landeshautstadt Wiesbaden das 20 Hektar große Gelände eines ehemaligen Kiesgrubenbetreibers erworben. Das Gebiet war teilweise rekultiviert, teilweise als Campinganlage angelegt. Nach Übertragung der Fläche im Jahr 2012/2013 hat das Umweltamt - begleitet von einem Fachbüro und fachkundigen Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Wiesbadener Naturschutzorganisationen - eine Entwicklungskonzeption erarbeitet, das Spielraum für vielfältige Kompensationsmaßnahmen bietet.

Entwicklung einer einzigartigen Biotopfläche

Rund um den knapp sechs Hektar große Kiesgrubensee sind im Laufe der Zeit typische Landschaftselemente neu geschaffen worden, wie sie nur noch in großen, unberührten Flußlandschaften zu finden sind. Sandhügel, Kiesschichten, Flachufer, temporäre Wassermulden, Kleingewässer und vieles mehr. Die verschiedenen Gestaltungselemente sind heute Lebensraum für Zauneidechsen, Kreuz- und Wechselkröten. Aber auch viele Insektenarten, insbesondere Wildbienen, Libellen und Heuschrecken haben hier ein Habitat gefunden.

Große Gebüschstreifen, Ufergehölze, vereinzelt stehende Laubbäume, ein kleines Urwäldchen sowie eine Lindenallee sind ein Elderado für Vogelarten und ziehen Pirol, Nachtigal, Kuckuck, Schwanzmeise und Grauammer an.

Darüber hinaus sind die beiden Kiesgrubengewässer für die Wasservögel ein echtes Highlight: hier trifft sich die gesamte Wasservogelwelt wie wir sie vom Inselrhein und den Rhein-auen kennen. Kein Wunder: die Kiesgrube Delkenheim und die benachbarten Kiesgrubengelände in Hochheim gehören zu einem der wichtigsten Trittsteinbiotope zwischen Rhein und Main für Wildgänse und Enten, Störche, Reiherarten und Schwäne.

Jahr für Jahr wurden und werden neue Maßnahmen umgesetzt. So werden optimale Lebensräume für Tierarten geschaffen, die in unserer "Normallandschaft" kaum noch Rückzugsgebiete finden.

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