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Comunicat de presă al capitalei statului Wiesbaden

Aartalbahn-Brücke Flachstraße wird instand gesetzt

An der Brücke der Aartalbahn über die Flachstraße haben in dieser Woche die ersten Instandsetzungsarbeiten begonnen. Die unfallgeplagte Eisenbahnbrücke in Dotzheim war 2009 nach einem Lkw-Anprall für den Eisenbahnverkehr gesperrt worden, was seinerzeit das Aus für die beliebten Museumseisenbahnzüge der Nassauischen Touristik-Bahn e.V. (NTB) bedeutete.

Dazu Andreas Forster, Vorsitzender der NTB: „Nachdem wir im November 2024 bereits den ersten Teilabschnitt im Süden der Aartalbahn wieder in Betrieb nehmen konnten, freuen wir uns sehr, dass nun endlich auch die Bauarbeiten an unserer Stammstrecke in Richtung Eiserne Hand losgehen. Unser Dank gilt hierfür der Landeshauptstadt Wiesbaden, welche die Baumaßnahmen durch einen kommunalverbürgten Kredit und entsprechende Zuschüsse erst ermöglicht hat.“ 

Die Baustelle ist Teil eines Gesamtpakets, das maßgeblich durch die Landeshauptstadt Wiesbaden finanziert und von der NTB-eigenen Aartalbahn Infrastruktur gGmbH umgesetzt wird. 

Zum Engagement der Landeshauptstadt Wiesbaden erklärte Stadtrat Andreas Kowol: „Wir freuen uns, dass nun eine praktikable Lösung für die Sicherung dieser Brücke gefunden und realisiert werden kann und damit die Arbeiten für den nördlichen Wiesbadener Abschnitt der Aartalbahn begonnen werden konnten. Wir verfolgen an dieser Stelle ganz bewusst eine Doppelstrategie: Zum einen soll mittels des Museumseisenbahnverkehrs der NTB die Aartalbahn-Strecke schnellstmöglich und für alle sichtbar aus ihrem Dornröschenschlaf zurückgeholt werden. Zum anderen stellen wir auch mit diesen Infrastrukturmaßnahmen bereits alle Signale für die Wiederaufnahme des Regelbetriebs auf Fahrt.“ 

Über den gesamten Planungsverlauf hinweg wird dabei durch eine enge Abstimmung zwischen Stadt und Aartalbahn Infrastruktur gGmbH sichergestellt, dass bei allen größeren Sanierungsarbeiten bereits heute den Belangen der vorgesehenen ÖPNV-Reaktivierung Rechnung getragen wird. Darum dient die Ertüchtigung der Brücke nicht nur dem Museumseisenbahnverkehr, sondern berücksichtigt bereits heute alle relevanten Anforderungen und Maßnahmen, welche für eine künftige ÖPNV-Nutzung benötigt werden. 

In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst vor und hinter dem Bauwerk ein sogenannter „Anprall-Schutz“ errichtet werden. Jens Seibel, Bauleiter der ausführenden Stahlbaufirma Huhle erläuterte die technischen Details: „Der Anprallschutz ist ein massives Stahl-Bauwerk aus Doppel-T-Trägern. So wird künftig sichergestellt, dass etwaige LKW-Unfälle nicht mehr das eigentliche Brückenbauwerk beschädigen können. Kritische Schäden, welche den Eisenbahnverkehr beeinträchtigen könnten, werden so dauerhaft vermieden.“ 

Im zweiten Bauabschnitt, welcher für die Osterferien geplant ist, soll dann die eigentliche Eisenbahnbrücke instandgesetzt werden. Dazu werden die Unfallschäden der letzten Jahre repariert und der Farbanstrich der Brücke erneuert. Gleichzeitig wird die Eisenbahnbrücke für künftige ÖPNV-Bedingungen, konkret für rund 19.000 Überfahrten pro Jahr mit modernen Nahverkehrstriebwagen und einer Geschwindigkeit von 60 km/h ertüchtigt. 

Auch an vielen weiteren Stellen der Aartalbahn sind in den nächsten Monaten unter der Federführung der Aartalbahn Infrastruktur gGmbH Maßnahmen geplant, darunter aktuell Gleisbauarbeiten in Dotzheim. Im Mai folgen dann Arbeiten an den Eisenbahnbrücken Grundmühlweg und Wiesenstraße (beide seitlich der Waldstraße) und in den Sommerferien an der Eisenbahnbrücke über die Schiersteiner Straße. Die Arbeiten im südlichen Abschnitt der Aartalbahn, also zwischen dem Gleisanschluss der Sektkellerei Henkell und dem Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim, sollen im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Entsprechende Genehmigungen der zuständigen Landeseisenbahnaufsicht vorausgesetzt, könnte daher noch im Jahr 2026 der südliche Streckenabschnitt bis zum Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim wieder für Museumseisenbahnverkehre in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme des Abschnittes über die Eiserne Hand bis zum Bahnhof Hahn-Wehen steht dann für 2028 oder 2029 auf dem Programm.

Bilder

Bild I
v.l.n.r.: Jens Seibel, Projektleiter Huhle Stahl- und Metallbau GmbH, Marcus Giebeler, Geschäftsführer Aartalbahn Infrastruktur gGmbH, Günter Huhle, Geschäftsführer Huhle Stahl- und Metallbau GmbH, Andreas Forster, Vorsitzender Nassauische Touristik-Bahn e.V., Verkehrsdezernent Andreas Kowol.
Bild II
v.l.n.r.: Jens Seibel, Projektleiter Huhle Stahl- und Metallbau GmbH, Marcus Giebeler, Geschäftsführer Aartalbahn Infrastruktur gGmbH, Günter Huhle, Geschäftsführer Huhle Stahl- und Metallbau GmbH, Andreas Forster, Vorsitzender Nassauische Touristik-Bahn e.V., Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Und oben in der Lok: Christoph Schulz, 2. Vorsitzender Nassauische Touristik-Bahn e.V.

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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