Inhalt anspringen
بيان صحفي صادر عن عاصمة الولاية فيسبادن

Baustart im Quartier am Bürgerhaus

Am Donnerstag, 13. August, feierte die GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH den symbolischen Spatenstich für 222 Wohnungen im neuen Quartier am Bürgerhaus in Kostheim. Zu den geladenen Gästen zählten Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Baudezernent Andreas Kowol und Sozialdezernentin und GWW-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Patricia Becher sowie auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolitik.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ESWE Versorgungs AG sowie vom Hochbauamt der Landeshauptstadt Wiesbaden waren vor Ort, ebenso wie die internen und externen Projektbeteiligten.

Bis Ende 2028 entstehen in drei Bauabschnitten insgesamt 222 Wohnungen, verteilt auf acht Mehrfamilienhäuser, mit einer Gesamtwohnfläche von ca. 18.529 Quadratmetern.

Der erste Bauabschnitt orientiert sich zur Bahnlinie und bildet den südlichen Abschluss des neuen Wohnquartiers. In diesem Bauabschnitt werden 74 Mietwohnungen errichtet, verteilt auf drei Mehrfamilienhäuser. Auch sind zwei Clusterwohnungen mit je sechs Appartements für Gemeinschaftswohnen vorgesehen. Dieser Bauabschnitt zeichnet sich durch eine anspruchsvolle, moderne und zugleich nachhaltige Architektur durch Holzfassaden aus. Das verantwortliche Architekturbüro ist ROSA WIRTZ ARCHITEKTUR PARTG MBB. Der zweite Bauabschnitt orientiert sich zur Kostheimer Landstraße. Die GWW errichtet in diesem Bauabschnitt 115 Mietwohnungen in drei Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus sind eine Gewerbeeinheit zur Kostheimer Landstraße, ein Co-Working-Büro und die neue GWW-Außenstelle AKK vorgesehen. Der zweite Bauabschnitt wurde von ENDERSWEISSBANGERT Architekten + Stadtplaner Partnerschaft mbB BDA entwickelt. Auf den drei Bauabschnitt entfallen 33 Mietwohnungen, verteilt auf zwei Mehrfamilienhäuser. Hier finden auch Maisonettewohnungen ihren Platz. Der Kopfbau in der Quartiersmitte umfasst eine zweigeschossige vierzügige KiTa und der davorliegende Quartiersplatz bietet ein Wasserspiel und Sitzgelegenheiten mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Architekturbüro KISSLER EFFGEN + PARTNER Architekten PartG mbB ist für die Gestaltung verantwortlich.

Thomas Keller, Geschäftsführer der GWW, erklärt: „Wir errichten hier ein nachhaltiges Quartier für die Zukunft und stellen Wohnraum für die breite Bevölkerung zur Verfügung. Besonders freut mich, dass wir großflächig Photovoltaik-Anlagen auf den Flachdächern installieren konnten und somit den Mieterinnen und Mietern günstigen Mieterstrom zur Verfügung stellen können. Das neue Quartier am Bürgerhaus ist zusätzlich autofrei, was die Wohnqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner nochmals erhöht.“

Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, betont in seiner Rede: „Die hier entstehenden mehr als 200 Wohnungen helfen dabei, neuen Wohnraum in der Stadt zu schaffen und Wohnbedarf zu decken. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes. Es werden Wohnungen in unterschiedlichen Größen und für verschiedene Lebenssituationen mit dem Ziel angeboten, dass möglichst viele Menschen ein passendes Zuhause finden. Besonders wichtig ist mir dabei, dass mindestens 30 Prozent der Wohneinheiten im geförderten Mietwohnungsbau errichtet werden.“

Andreas Kowol, Dezernent für Bauen und Verkehr, erläutert: „Mit diesem Neubau, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum namensgebenden ‚Quartier am Bürgerhaus‘ der GWW entsteht, wird ein moderner Ort für Begegnung, Kultur und Vereinsleben geschaffen. Mittels ausschließlichen Einsatzes von Wärmepumpen, die ihren Strom unter anderem aus der eigenen Photovoltaikanlage beziehen, errichten wir eine auf die Zukunft ausgerichtete Energieversorgung. Selbstredend befinden sich auf der öffentlich zugänglichen Parkfläche E-Ladestationen.“

Für die Wärmeversorgung des Quartiers errichtet ESWE ein innovatives Kaltes Nahwärmenetz. Dabei wird mithilfe von 120 Erdwärmesonden mit Tiefen von bis zu 110 Metern natürliche Umweltwärme aus dem Erdreich gewonnen und über ein Verteilnetz zu den Gebäuden transportiert. Dort bringen dezentrale Wärmepumpen die Energie auf das jeweils benötigte Temperaturniveau. Im Sommer funktioniert das System umgekehrt: Überschüssige Wärme aus den Gebäuden wird dem Netz zugeführt und im Erdreich gespeichert.

„Das Kalte Nahwärmenetz verbindet Klimaschutz, Versorgungssicherheit und hohen Komfort. So können wir das Quartier ganzjährig effizient, nachhaltig und fossilfrei mit Wärme und Kühlung versorgen“, sagt Ralf Cohrs, Prokurist der ESWE Versorgungs AG.

Alle Häuser verfügen über intensive Dachbegrünungen, welche als Retentionsdächer zur Regenrückhaltung genutzt werden und der Flora und Fauna dienen. Anfallendes Regenwasser wird durch Mulden und Rigolen auf dem Grundstück zur Versickerung gebracht. Das Regenwasser kommt somit den Pflanzen im Wohnquartier zugute und belastet bei Starkregenereignissen nicht die öffentliche Kanalisation. Des Weiteren ist das Quartier autofrei geplant, alle KFZ-Stellplätze liegen in der Hochgarage am Quartierseingang, selbstverständlich mit ausreichenden E-Ladestationen. Um alternative Mobilitätskonzepte zu fördern, wird es Carsharing-, E-Lastenrad- und Leihfahrrad-Angebote geben.

Dr. Patricia Becher, Sozialdezernentin erläutert in ihrer Rede: „Es freut mich sehr, dass wir mit der GWW eine verlässliche Partnerin haben, die bei der Entwicklung dieses Quartiers bezahlbares Wohnen und die Bedürfnisse der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam in den Blick nimmt. Neben einer nachhaltigen Energie- und Wärmeversorgung entstehen konkrete Angebote für den Alltag und das Miteinander: ein Quartiersplatz mit Wasserspiel und Sitzgelegenheiten, ein Sportangebot auf dem Dach der Hochgarage sowie eine Kindertagesstätte. So wird nicht nur neuer Wohnraum geschaffen, sondern ein Quartier, in dem Wohnen, Betreuung, Bewegung und Begegnung zusammen gedacht werden.“

Die GWW-Außenstelle für die Bezirke Amöneburg, Kastel und Kostheim wird ebenfalls im Quartier am Bürgerhaus ein neues Zuhause finden, die Ansprechpartner für Mieterbelange sind somit in direkter Nähe – ein weiterer Vorteil für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Es werden insgesamt 67 Wohnungen für geringe Einkommen durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum gefördert. Die Förderquote der Sozialwohnungen beträgt 30,2 Prozent.

Hessens Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Kaweh Mansoori erklärt: „Wohnen muss bezahlbar sein. Das ist eines meiner zentralen politischen Ziele. Das ‚Quartier am Bürgerhaus‘ zeigt, wie das gelingen kann: Hier entsteht ein lebenswertes Viertel mit schönen Wohnungen zu fairen Mieten, geplant und gebaut nach hohen sozialen und ökologischen Standards. Sozialer Wohnungsbau bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf. Er gibt Menschen Sicherheit, schafft Raum für Familie, Freundschaft und Nachbarschaft und damit die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und guten Zusammenhalt. Genau so müssen wir weiter planen und bauen: bezahlbar, nachhaltig und mit Blick auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort. Das ‚Quartier am Bürgerhaus‘ ist dafür ein starkes Beispiel und zeigt, wie sozialer Wohnungsbau Zukunft schafft.“

Als Ersatz für die abgängigen und nicht mehr zeitgemäßen Bürgerhäuser in den Ortsteilen Kastel und Kostheim hat sich die Landeshauptstadt Wiesbaden im Jahr 2015 dazu entschieden, ein neues gemeinsames Bürgerhaus zu errichten. Das Hochbauamt der Landeshauptstadt Wiesbaden ist für die Planung und Ausführung der Maßnahme zuständig.

Mit diesem Neubau, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum namensgebenden „Quartier am Bürgerhaus“ der GWW entsteht, wird ein moderner Ort für Begegnung, Kultur und Vereinsleben geschaffen. Flexible Veranstaltungs- und Seminarräume ermöglichen eine vielfältige Nutzung. Herzstück des Gebäudes ist der circa 765 Quadratmeter große Veranstaltungssaal im Erdgeschoss. Dort können Veranstaltungen für bis zu 800 Personen stattfinden. Für kleinere und mittelgroße Veranstaltungen stehen Clubräume, ein Mehrgenerationentreff sowie ein „grüner Freiraum“ im Obergeschoss zur Verfügung. 

Kasteler und Kostheimer Vereine, Verbände und die Volkshochschule finden im neuen Bürgerhaus gleichermaßen künftig ihr Zuhause.

Mit dem neuen Bürgerhaus Kastel-Kostheim entsteht ein neuer, identitätsstiftender Ort, ein Bekenntnis der Landeshauptstadt Wiesbaden zur Stärkung der Vereine, des Ehrenamtes und zu den Bürgerinnen und Bürgern von Kastel und Kostheim.

Andreas Rettig, Leiter des Hochbauamtes, geht in seinem Redebeitrag insbesondere auf das ebenfalls neu entstehende Bürgerhaus ein: „Ich freue mich, dass wir mit dem neuen Bürgerhaus für die Ortsteile Kastel und Kostheim den Bürgerinnen und Bürgern ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Gebäude errichten. Mit ökologisch zertifizierten Baumaterialien und den Leitlinien für nachhaltiges Bauen der Landeshauptstadt Wiesbaden Rechnung sorgen wir für eine angenehme und behagliche Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.“

Bilder

Auf dem Foto sind zwölf Personen mit Spaten vor einem Erdhügel zu sehen.
Spatenstich Quartier am Bürgerhaus

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

Merkliste

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise