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sam - Stadtmuseum am Markt

Sonderausstellung "Christian Dell – Von der Silberkanne zur Goldgasse"

Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt Rhein Main widmet sich das sam – Stadtmuseum am Markt vom 17. Juni bis 15. November 2026 einem der bedeutendsten Designpioniere des 20. Jahrhunderts.

Ein Plakat, das die Ausstellung Christian Dell im Stadtmuseum ankündigt

Designgeschichte mit Wiesbadener Verbindung

Ein Bild von einer Lampe
Christian Dell/ Geb. Kaiser und Co: Tischleuchte aus der Serie „Idell“, 1936/37.

Christian Dell zählt zu den prägenden Gestaltern der Moderne. Seine Entwürfe – darunter die berühmten Leuchten der Serie "Kaiser Idell" – gelten heute als Ikonen des modernen Designs. Weniger bekannt ist jedoch seine Verbindung zu Wiesbaden: Die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte Dell in der hessischen Landeshauptstadt.

Die Sonderausstellung im sam – Stadtmuseum am Markt widmet sich Leben und Werk eines Gestalters zwischen Handwerk, Bauhaus und Industrieproduktion. Von den frühen Jahren als Silberschmied in Hanau über das Bauhaus in Weimar bis zur Arbeit als Lehrer und Designer in Frankfurt eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf einen außergewöhnlichen Lebensweg.

Gezeigt werden Leuchten, Metallarbeiten, Fotografien, Entwürfe und Dokumente aus verschiedenen Schaffensphasen. Dabei richtet die Ausstellung den Blick nicht nur auf Dells bekannte Designklassiker, sondern auch auf die Ideen, Materialien und Netzwerke der Moderne.

Zugleich entsteht ein neuer Blick auf Christian Dell als Wiesbadener Persönlichkeit – und auf die Frage, weshalb sein Werk bis heute weltweit bekannt ist, seine Biografie jedoch lange im Hintergrund blieb.

Zwischen Handwerk und Moderne

Ein Bild von zwei Silberbechern
Christian Dell: zwei Becher, 1920er Jahre.

Christian Dell begann seine Laufbahn als Silberschmied. Früh verband er handwerkliche Präzision mit einem Interesse an neuen Formen und Materialien. Während seiner Zeit am Bauhaus in Weimar und später an der Kunstschule Frankfurt entwickelte er eine Gestaltungssprache, die bis heute nachwirkt.

Die Ausstellung verfolgt diesen Weg anhand ausgewählter Stationen und Objekte. Sie erzählt von Werkstätten und Kunstschulen, von industrieller Serienproduktion und gestalterischem Experiment. Zugleich wird sichtbar, wie eng Designgeschichte, gesellschaftlicher Wandel und technische Innovation miteinander verbunden waren.

Ein besonderer Fokus liegt auf Dells Beziehung zu Wiesbaden und der Frage, weshalb sein Werk heute zwar weltweit bekannt ist, seine Person jedoch lange vergleichsweise wenig Beachtung fand.

Christian Dell und Wiesbaden

Nach seinen erfolgreichen Jahren am Bauhaus und an der Kunstschule Frankfurt lebte Christian Dell viele Jahrzehnte in Wiesbaden. Hier verbrachte er die zweite Hälfte seines Lebens – weitgehend abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Fotografien, Dokumente und biografische Spuren verbinden die internationale Designgeschichte mit lokalen Orten und persönlichen Lebensstationen.

Dadurch entsteht ein neuer Blick auf Christian Dell – nicht nur als Gestalter der Moderne, sondern auch als Teil der Wiesbadener Stadtgeschichte.

Was in der Ausstellung zu entdecken ist

  • Designikonen der Moderne
  • frühe Silberarbeiten und Metallobjekte
  • Fotografien und Dokumente aus dem Bauhaus-Umfeld
  • Einblicke in Werkstätten und Ausbildungsorte
  • Wiesbadener Lebensstationen Christian Dells
  • selten gezeigte Entwürfe und Alltagsobjekte 

Begleitprogramm

Ein Bild mit 4 Lampen
Christian Dell, Tischleuchten der Serie Polo Rondella, um 1929. Privatsammlung

Vorträge, Werkstattformate und Gespräche

Ein vielfältiges Begleitprogramm erweitert die Ausstellung um Vorträge, offene Werkstätten und Gespräche rund um Design, Handwerk und Bauhaus-Moderne. Gäste aus Wissenschaft, Gestaltung und Ausbildung geben Einblicke in Christian Dells Umfeld und die Aktualität seiner Arbeiten.

Familien und Kinder können in offenen Werkstattangeboten selbst kreativ werden und Gestaltungsideen des Bauhauses praktisch ausprobieren.

Führungen durch die Ausstellung finden im sam – Stadtmuseum am Markt statt. Vorträge, Workshows und Workshops finden im WerkRaum Wiesbaden (Langgasse 5-9) statt. 

Wir danken unseren

Kooperationspartnern: Museen Hanau | Staatliche Zeichen Akademie Hanau | Bolichwerke,

Förderern: Kulturfonds Frankfurt Rhein Main | Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden | Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen | Naspa Nassausische Sparkasses

und weiteren Unterstützern:
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur | Förderverein Stadtmuseum Wiesbaden

Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen der WDC 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

sam - Stadtmuseum am Markt

sam - Stadtmuseum am MarktStiftung Stadtmuseum Wiesbaden

Öffnungszeiten

Di bis So 11-17 Uhr

Do 11-20 Uhr

Verwaltung (postalische Adresse)

Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden

Bierstadter Str. 1

65189 Wiesbaden

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Bildnachweise