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Vom Unterhaltungsschwerpunkt zum Kleinod

Anlass für die Sanierung der Teichfläche war die undichte Tonschicht, die eine hohe Versickerungsfähigkeit der Teichsohle zur Folge hatte.
Seit über 20 Jahren versickerte ankommendes Wasser unmittelbar hinter einer Rohrmündung flächig diffus über die ehemalige Teichflächensohle. So blieb das Potenzial eines ökologisch hochwertigen Feuchtbiotops ungenutzt. Zudem wurde das dichte Buschwerk häufig zur illegalen Entsorgung von Sperrmüll genutzt; so waren Couchgarnituren, Regale und Kühlschränke auf der eigentlichen Teichsohle anzutreffen. Damit ging jegliche Aufenthaltsqualität für Anwohner und Erholungssuchende verloren.

Maßnahme

In Teilbereichen hat sich auf früheren Teichsohle in den letzten Jahren ein Feuchtbiotop entwickelt; dieses galt es zu optimieren. Dazu wurde im April 2019 auf der Sohle zwischen Einlauf und Auslaufbauwerk, einen Gewässerbett neu profiliert und naturnah gestaltet. Weiterhin wurden der Zaun zurückgebaut; Büsche zurückgeschnitten und ausgelichtet und abgängige Bäume entnommen. Das Auslaufbauwerk und der Teichüberlauf bleiben in ihrer Funktion erhalten, da bei einem Starkregenereignis das Teichvolumen als Puffer genutzt werden kann. Ein entsprechender Antrag wurde vom zuständigen Regierungspräsidium bewilligt.

Ergebnis

Nach nur vier Monaten wurde im August 2019 eine überraschende positive Entwicklung festgestellt. Neben einer sich selbstständig entwickelten gewässertypischen Vegetation, wie Röhrichte, die jetzt den Uferrand säumen, und zahlreiche Libellenarten beherbergt, wurden auch der seltene Wasserskorpion und kleine Fische beobachtet. Fische sind ein Indikator für sauberes, klares und sauerstoffreiches Wasser.

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Das neue Gewässerbett wird angelegt wiesbaden.de / Foto: Umweltamt
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