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Leben in Wiesbaden

DIGI-L

Antragsberechtigt für das "Förderprogramm Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" waren Städte und Gemeinden mit Grenzwertüberschreitungen der Stickstoffdioxid-Emissionen.

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat Förderbescheide des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für DIGI-V (Digitalisierung des Verkehrs) und DIGI-L (Digitalisierung der Logistik) erhalten. Im vorab erstellten, ebenfalls vom BMVI geförderten Green City Masterplan waren die Projekte bereits skizziert, durch das Förderprogramm kann ihre Umsetzung finanziert werden. Das Gesamtvolumen von DIGI-L beträgt 1,4 Millionen. Euro, die Laufzeit ist von Dezember 2018 bis September 2021 mit einer Förderquote von 50 Prozent. Neben dem Stufenkonzept und dem vorausgegangenen umfassenden Beteiligungsprozess wurde im Rahmen von DIGI-L das "Kompetenzzentrum nachhaltige Stadtlogistik" eingerichtet und es soll ein Pilotprojekt zur Verkehrserfassung von Lieferverkehr (in Kooperation mit DIGI-V) realisiert werden. Ein- und ausfahrende Lieferfahrzeuge sollen registriert und ihre Daten verarbeitet werden, um Quell- und Ziel- von Durchgangsverkehr zu unterscheiden, die Quantität des Lieferverkehrs an unterschiedlichen Ein- und Auswegen der Stadt und zeitliche Daten zu erfassen, sowie Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Lieferfahrzeugflotte zu erhalten. Mittels Videoanalytik werden allgemeine, aggregierte Statistiken erstellt, die zusammenfassend bestimmte Kategorien von Objekten mit ihren Metadaten beschreiben - zum Beispiel Anzahl der Lkws, die eine Straße in einer bestimmten Richtung innerhalb einer bestimmten Stunde befahren. Dieses bereits im Zuge von DIGI-V eingesetzte Videomanagementsystem soll dann über eine Weiterentwicklung befähigt werden, einzelne Videobilder mittels einer künstlichen Intelligenz zu analysieren, so dass anhand von Detailbetrachtungen der Fahrzeuge (Farbe, Marke, Schmutz, Maße...) eine Wiedererkennung möglich ist. Die Datensammlung dient anschließend als Grundlage für ein innovatives Verkehrsmanagement. In einem weiteren Schritt könnten dann beispielsweise temporäre Sperrungen von Straßen zur lokalen Reduzierung von Schadstoffen möglich werden.

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