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Lieferzonen

Neue Lieferzonen in Wiesbaden werden mit türkisfarbenem Breitstrich und Piktogramm markiert. Später sollen sie "intelligent" werden.

Laut geltenden gesetzlichen Rahmen ist es jeder Verkehrsteilnehmerin und jedem Verkehrsteilnehmer gestattet, eine Lieferzone für Be- und Entladevorgänge zu nutzen. Dabei sind Nutzungen durch Privatpersonen - zum Beispiel Ausladen von Einkäufen - explizit als derartige wesensgerechte Nutzung anzusehen. In der Praxis zeigt sich, dass die fehlende Verfügbarkeit von Lieferzonen aber nicht auf eine zu hohe Anzahl derartiger Haltevorgänge zurückgeht, sondern meistens durch einen Missbrauch der Lieferzonen als Parkplatz ausgelöst wird. Um sie in Zukunft deutlicher als Sonderbereiche zu kennzeichnen, werden neue Lieferzonen in Wiesbaden deutlich mit türkisfarbenem Breitstrich und Piktogramm markiert.

Doch es stellt sich die Frage, wie die zu schaffenden Lieferzonen effizient gemanagt und überwacht werden können. Digitale Lösungen können dafür ein Ansatz sein, sie müssen aber den geltenden Rechtsrahmen - keine Diskriminierung bestimmter Nutzergruppen, Datenschutz - beachten. Im Rahmen des Pilotprojekts "WiLoad" ist die Einrichtung "intelligenter Lieferzonen" geplant. So ist die neue Lieferzone in der Moritzstraße bereits farblich markiert und mit Sensortechnik ausgestattet. 

Die an zwei Masten befindlichen Kameras können die auf der Lieferzone befindlichen Fahrzeuge nach Fahrzeugtypen - PKW, Kleintransporter oder LKW - klassifizierten. Die Standzeiten sollen gemessen und angezeigt werden, um Hinweise auf den möglichen Missbrauch der Lieferzone als Parkplatz zu erhalten. Nachts steht die Lieferzone als Anwohner*innenparkplatz zur Verfügung.

Wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen es zulassen, könnte in Zukunft ein auf das Pilotprojekt aufbauendes digitales Buchungssystem - App mit Anzeige buchbarer Zonen und Zeiträume - Fehlbelegungen minimieren.

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