WerkRaum Wiesbaden im September
Als Teil der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ist der WerkRaum seit dem 2. Mai und bis zum 31. Oktober 2026 ein offenes Forum für WDC-Projekte, Dialogformate und Veranstaltungen. Auch das sam – Stadtmuseum am Markt beteiligt sich mit Einzelveranstaltungen und dem "Gläsernen Museum".
WerkRaum Wiesbaden im September: Stadtgeschichte in Bewegung
Stadtgeschichte steht nicht still. Das zeigt der WerkRaum im September aus unterschiedlichen Perspektiven: Zum 10-jährigen Jubiläum des sam macht das „Gläserne Museum“ auch im September sichtbar, wie Ausstellungen entstehen und welche Geschichten das Museum in den vergangenen zehn Jahren erzählt hat. Mit dem Monatsschwerpunkt „In Bewegung“ richtet sich der Blick zugleich auf Wiesbadens Straßenräume und die Mobilität von heute und morgen. Ein vielfältiges Programm aus Ausstellungen, Vorträgen, Gesprächen und offenen Ateliers begleitet den September.
Termine im September
Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Christian Dell – Von der Silberkanne zur Goldgasse“
Dienstag, 29. September, 18 Uhr | 10 Jahre sam | Gläsernes Museum im WerkRaum
»Christian Dell im Kosmos der Hanauer Zeichenakademie« | Vortrag
Die Metallwerkstatt am Bauhaus in Weimar unter Leitung des Werkmeisters Christian Dell gilt als die Wiege des modernen Industriedesigns.Ohne die Herkunft und Ausbildung Christian Dells in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau wäre die Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen.Seine Ausbildung an der 1772 gegründeten Hanauer Zeichenakademie führte Christian Dell zu den Protagonisten der modernen Gestaltung. Sein Lebenswerk ist bis nach 1948 maßgeblich mit der Stadt Hanau verbunden.
Beate Alice Hofmann, Sammlungsleiterin der Städtischen Museen Hanau, kuratierte 1996 die erste Einzelausstellung zum Werk von Christian Dell und schuf damit die Grundlage für die nachfolgende Forschung.
Der Vortrag beleuchtet die Kaderschmiede Hanauer Zeichenakademie zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Hanauer Impulse für Christian Dells Schaffen.
Heute ist die Ausstellung im sam – Stadtmuseum am Markt bis 18 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen
Mittwoch, 30. September, 14–16 Uhr | 10 Jahre sam | Gläsernes Museum im WerkRaum
Was macht eigentlich… Joana, wissenschaftliche Projektassistenz, im Museum?
Wie kommen eigentlich die richtigen Objekte in eine Ausstellung? Joana gibt Einblicke in die wissenschaftliche Projektarbeit im Museum und zeigt, wie die Suche nach passenden Ausstellungsstücken zur detektivischen Spurensuche werden kann – vom Recherchieren und Aufspüren bis zum Finden.
Mittwoch, 30. September, 16–20 Uhr
Wie Farbe Räume prägt und Menschen erreicht
Ein Praxisworkshop für Handwerker und Verarbeiter zu Beratung, Raumwirkung und Gestaltung
Eine gelungene Farbgestaltung beginnt nicht mit der Auswahl eines Farbtons, sondern mit dem Verständnis für die Menschen, die Räume nutzen und erleben.
Im inspirierenden Ambiente des WDC-Projekts WerkRaum Wiesbaden sind Handwerker und Verarbeiter eingeladen zu erleben, wie Farbe, Materialität und Raumwirkung zu überzeugenden Gestaltungskonzepten zusammenfinden. Mit professionellen Beratungsmethoden und dem neuen Caparol Design Toolkit lernen die Teilnehmenden, Kunden sicher zu beraten und passende Farb- und Materialkonzepte zu entwickeln. Das Gelernte wird im Workshop direkt praktisch angewendet.
Fokus auf Inhalt und Mehrwert der Veranstaltung: Praxistaugliche Methoden für die Gestaltungsberatung, ein besseres Verständnis für Farb- und Raumwirkung sowie die Entwicklung eigener Gestaltungskonzepte.
Anmeldeinformationen über farbdesignstudiocaparolde.
Bis 31. Oktober: 10 Jahre sam | Gläsernes Museum
Das sam als Gläsernes Museum im WerkRaum
Seit zehn Jahren erzählt das sam – Stadtmuseum am Markt die Geschichte Wiesbadens im Marktkeller. Im Jubiläumsjahr wird das Museum selbst zum Ausstellungsobjekt: Im WerkRaum lassen Auszüge aus früheren Ausstellungen, Plakate, Fotografien und Filme zehn Jahre sam Revue passieren. Vorträge, offene Ateliers und Einblicke hinter die Kulissen laden dazu ein, das Museum und seine Sammlungen neu zu entdecken.
Heiße! Quellen! – eine partizipative Fotoausstellung | 25. September 2024 bis 02. März 2025 | sam
Das sam – Stadtmuseum am Markt zeigt eine Auswahl aus der Ausstellung Heiße! Quellen! – eine partizipative Fotoausstellung in Kooperation mit der HSRM und Wiesbadner BürgerInnen aus dem Jahr 2024. Heiße! Quellen! sind im übertragenen Sinne zu verstehen: Mit Kameras durchstreiften die Teilnehmenden die Straßen und suchten nach Orten, die symbolisch besondere Energien verströmen. Dabei entstandenen Fotoreihen, ergänzt durch persönliche Kommentare, die einzigartige Einblicke aus individuellen Perspektiven auf Wiesbaden geben.
Der Nachlass J.J. Höpplis in Wiesbaden | 11. September bis 9. Oktober 2022 | Krypta der Marktkirche, Wiesbaden
Wir erinnern an den Mann, der mit seinen Ornamenten und seinen Bauskulpturen aus Terrakotta im Stil des Historismus das Erscheinungsbild zahlreicher Gebäude ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Wiesbaden geprägt hat. Im Gläsernen Museum zeigen wir Auszüge der Ausstellung Der Nachlass J.J. Höpplis in Wiesbaden die 2022 in der Krypta der Marktkirche zu sehen war. Am 28. August und am 2. Oktober führt der Restaurator des sam vor, wie die Bauornamente von J.J. Höppli für Ausstellungen vorbereitet werden.
Lieblingsstücke
Jeden Monat wählen die BesucherInnen des sam ein Lieblingsobjekt aus dem Fundus des Museums, das dann in der Dauerausstellung gezeigt wird. Im Gläsernen Museum zeigen wir eine Auswahl davon als Objektkacheln. Hinter jedem Objekt verbirgt sich eine Geschichte – welche verbindet ihr damit? Auf bunten Postkarten sammeln wir eure Erinnerungen, Assoziationen und Erzählungen.
WerkRaum Wiesbaden | Themenschwerpunkt „In Bewegung“
Eine der großen Fragen für die Zukunft ist: Wie bewegen wir uns und in welchen Räumen? Mobilität entscheidet über Teilhabe. Sie betrifft ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität gleichermaßen. Mobilität bewegt uns im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Wie wollen wir uns künftig durch unsere Stadt bewegen? Welche Rolle spielen öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, Auto oder neue Mobilitätsformen?
Ausstellungen
07.–30. September | Ausstellung: „Alltagsarchitektur - Wiesbadens Straßenräume zwischen Verkehr, Alltag und Perspektivwechsel“
Alltagsarchitektur und Straßenräume werden täglich auf unterschiedliche Weise wahrgenommen – zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Bus oder im Auto, langsam oder schnell. Selten sind es architektonische Meisterwerke, sondern gewöhnliche Nebendarsteller, die als Hintergrund für Bewegung, Verkehr und das Erleben der Stadt dienen. Diese meist unscheinbare Architektur prägt in weiten Teilen den Charakter Wiesbadens.
Die Ausstellung zeigt Perspektiven auf diese vertrauten Räume – den Blick aus dem Fenster in den Straßenraum und die ungewohnte Sicht aus dem Flugzeug, die bekannte Orte neu sichtbar werden lässt.
Gezeigt werden Fotografien von Studierenden des Fachbereichs Architektur und Bauingenieurwesen der Hochschule RheinMain sowie Fotografien des Berliner Architekturfotografen Maximilian Meisse. Bereichert wird die Ausstellung durch Luftbilder von Erika Noack.
Ein Lese- und Spieltisch bietet Möglichkeiten zur Vertiefung und spielerischen Auseinandersetzung mit der Wiesbadener Alltagsarchitektur.
Ausstellung "KONSUM und ICH"
Bis 31. Oktober
Die Pop-up-Ausstellung "KONSUM und ICH – Vom Warenhaus zur Shopping-App" fragt, was Konsum mit uns, und mit unserer Demokratie, zu tun hat: von den Anfängen der Warenhäuser bis zu aktuellen Fragen rund um Online-Shopping, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.
Sie ist Geschichtsmuseum und Zukunftslabor zugleich: so blickt sie nicht nur zurück, sondern lädt Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen und Nachdenken ein. Gemeinsam sollen Visionen für die Zukunft des Konsums entwickelt und diskutiert werden.
Projektpartnerin: Janine Seitz, Zukunftsforscherin.
1.–30. September | Ausstellung: Video „Care Without A Capital C, 2021.“
Care Without A Capital C dreht sich um eine Massage in einer professionellen Autowerkstatt. Autos und Körper, die sich sonst durch den öffentlichen Raum bewegen, kommen hier zum Stillstand, um gepflegt zu werden. Der Ton des Videos unterstreicht die manchmal absurde Zärtlichkeit, die aus der Berührung menschlicher und maschineller Körper entsteht. Aus der Gegenüberstellung von Mobilität und Ruhe entwickelt die Arbeit eine poetische Reflexion über die Voraussetzungen von Bewegung.
Die Autowerkstatt erhält als Ort der Arbeit und Regeneration eine doppelte Funktion. In der Reparatur liegt zugleich ein Moment der inneren Bewegtheit. Was passiert mit uns, wenn wir aus dem Fluss alltäglicher Bewegungen, den Personenströmen der Fußgängerzonen oder den Blechlawinen der Straßen heraustreten und einen Raum der Ruhe betreten? Die Werkstatt wird zu einem Zwischenraum, in dem Bewegung nicht sichtbar stattfindet, sondern vorbereitet, ermöglicht und neu gedacht wird.
Im Kontext des Septemberthemas im WerkRaum „In Bewegung“ eröffnet Care Without A Capital C eine ungewohnte Perspektive auf Mobilität. Die Arbeit der Künstlerin Anne-Louise Hoffmann richtet den Blick nicht auf Geschwindigkeit oder Fortbewegung, sondern auf deren Voraussetzungen: Pflege, Wartung, Fürsorge und Regeneration. Sie erinnert daran, dass Menschen, aber auch Maschinen, Momente des Innehaltens brauchen, um sich weiter bewegen zu können. Für die kurze Dauer des Videos entsteht so ein imaginärer Ort, der den Stadttrubel ausblendet und dazu einlädt Mobilität als Zusammenspiel von Bewegung, Ruhe und Fürsorge neu zu betrachten.
Installationen
07.September – 31. Oktober | Installation „Superblock in Hessen“
Seit 2022 hinterfragt die Initiative Superblock im Rheingauviertel die zur Gewohnheit gewordene Nutzung des öffentlichen Raums. Warum orientiert sich die Gestaltung eines Stadtquartiers trotz Klimakrise, trotz des Verlusts von sicheren Schulwegen und Straßenräumen, die Kindern eigenständiges Erleben erlaubt, und trotz des der städtebaulichen Ästhetik und Atmosphäre, weiterhin an den Bedürfnissen des (ruhenden) Autoverkehrs?
Eine Rauminstallation macht den absurden Flächenverbrauch sichtbar, den Elemente zur Regulierung und Abwehr des Kfz-Verkehrs im ohnehin stark begrenzten öffentlichen Raum einnehmen. Die Anhäufung dieser kleinen Bollwerke steht vielfach ohne gestalterischen Bezug zu ihrer städtebaulichen Umgebung und bietet PassantInnen – ob klein oder groß – keinen unmittelbar erfahrbaren Mehrwert.
Ein Video mit Interviews gibt weitere Anregungen für eine gemeinsame, inklusive Zukunft im öffentlichen Raum.
10. August – 30. September | Installation „Bike-to-Work-Challenge“
Radfahren sorgt für mehr Energie, baut Stress ab und ist gut für die Umwelt. Das Projekt „Brückenschlag Mainz-Wiesbaden“ soll im Sommer 2026 dafür sorgen, dass deutlich mehr Menschen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit pendeln.
Im Zeitraum eines Monats sollen die 3 Hauptbrücken möglichst häufig von Radfahrenden überquert werden. Gezählt wird per App und fest installierten Geräten. Unternehmen treten im Team gegeneinander an. Die gesammelten Daten fließen in die Planung einer dauerhaften Radschnellverbindung ein. Eine bleibende Radschnellverbindung wäre in erster Linie ein Leuchtturm-Projekt für die gesamte Region, welches die Verbindung der beiden Landeshauptstädte nachhaltiger beziehungsweise schneller werden lässt.
Ort: Mainz und Wiesbaden: Öffentliche Radwege und Straßen, MAK Frankfurt: Zeichenmaschine mit virtueller Abbildung der gefahrenen Routen.
Die Kreativagentur für digitale Markenführung betreut Kunden, von internationalen Marken bis zu kleinen NGOs. Mit über 650 gewonnenen Auszeichnungen erfährt die Agentur regelmäßig nationale und internationale Anerkennung. Neben Kreation und Kampagnen für Kunden werden auch eigene Projekte mit gesellschaftspolitischem Hintergrund umgesetzt. Im Sinne der agentureigenen Nachhaltigkeitsstrategie Shared Value entstehen Produkte wie eine CO2-App, die zum täglichen CO2-Einsparen animiert.
WerkRaum Wiesbaden – Offen für deine Ideen!
WerkRaum Wiesbaden
Langgasse 5–9
65183 Wiesbaden
Öffnungszeiten:
11 bis 19 Uhr werktags
11 bis 20 Uhr donnerstags
sonntags nach Absprache
Der WerkRaum Wiesbaden ist ein Projekt im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Kontakt
sam – Stadtmuseum am Markt
Anschrift
65183 Wiesbaden
Postanschrift
Bierstadter Straße 1
65189 Wiesbaden
Anreise
Hinweise zum ÖPNV
ÖPNV: Haltestellen Friedrichstraße und Dern'sches Gelände, Buslinien 1, 2, 8 und 16.
Telefon
Website
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten im Marktkeller: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr, Donnerstag 11 bis 20 Uhr.
Eintrittspreise
Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei.













