Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Leben in Wiesbaden
Wo bin ich?
  1. Startseite
  2. Leben in Wiesbaden
  3. Gesellschaft & Soziales
  4. Frauen
  5. Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Unterstützung, Beratung und Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Im Schnitt wird alle fünf Minuten in Deutschland die Polizei zu einem Fall von häuslicher Gewalt gerufen. Gewalt gegen Frauen findet oftmals im privaten, häuslichen Bereich statt und jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen.

Im Schnitt wird in Deutschland alle fünf Minuten die Polizei zu einem Fall von häuslicher Gewalt sowie alle drei Tage zu einem Femizid gerufen. Gewalt gegen Frauen findet oftmals im privaten, häuslichen Bereich statt und jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Das Kommunale Frauenreferat setzt sich insbesondere für geeignete Präventionsarbeit sowie die Bereitstellung und den Ausbau sowie die Finanzierung von Hilfs- und Unterstützungseinrichtungen für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen ein. Es geht nicht um bloße Symptombekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Mädchen und Frauen, sondern sehr umfassend um gesellschaftsbezogene Maßnahmen zur Verhütung und Prävention der Gewalt. 

Die Kommunale Frauenbeauftragte arbeitet mit anderen Einrichtungen und Fachdiensten in einem interdisziplinären Arbeitskreis daran, die Schnittstellenkooperation zu optimieren. Damit betroffene Frauen und Mädchen in Wiesbaden schneller Hilfe und Unterstützung bei häuslicher Gewalt finden.

In der 2011 gegründeten Interventionsstelle im Polizeipräsidium können Frauen im Anschluss an ihre Zeugenaussage bei der Polizei direkt vor Ort mit Mitarbeiterinnen von Beratungseinrichtungen sprechen und sich über die nächsten Schritte, Hilfen und Schutz beraten lassen. Die Interventionsstelle ist ein trägerübergreifendes Projekt des Diakonischen Werkes, der Arbeiterwohlfahrt, Frauen helfen Frauen e.V. und der Opfer und Zeugenhilfe e.V. mit der Polizei und dem Referat der Kommunalen Frauenbeauftragten.

Wiesbadener Interventionsstelle für Frauen, die von Häuslicher Gewalt betroffen sind: Polizeipräsidium Westhessen, Konrad-Adenauer-Ring 51, Gebäude 3, Eingang links.

Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung: Mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen auf der Welt sind von weiblicher Genitalverstümmelung, vor allem im nördlichen Afrika aber auch in südostasiatischen Ländern betroffen.  Auch in Deutschland sind Mädchen und Frauen dem Risiko ausgesetzt, heimlich hierzulande oder im Ausland an ihren Genitalien verstümmelt zu werden.

Die Genitalverstümmlung stellt eine Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit mit schlimmsten körperlichen und seelischen Folgen dar. Seit 2013 ist die Verstümmelung in Deutschland daher als Straftatbestand eingestuft.

Zum internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein Schutzbrief erstellt, der Frauen und Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen soll. Dieser klärt über die Strafbarkeit von weiblicher Genitalverstümmelung nach deutschem Recht auf und macht deutlich, dass Eltern bis zu 15 Jahren Haft droht, wenn sie ihre Töchter nicht vor weiblicher Genitalverstümmelung schützen, auch wenn diese im Ausland erfolgt. Bei Reisen in die Herkunftsländer soll er Schutz vor gesellschaftlichem und familiären Druck zur Durchführung von weiblicher Genitalverstümmelung bieten. Durch die Unterschriften von 5 deutschen Bundesministerinnen und -ministern setzt er ein starkes Zeichen.

Der Schutzbrief hat auch präventive Funktion und kann für die Aufklärungsarbeit in Deutschland genutzt werden. Neben Aufklärung über die Strafbarkeit enthält er auch Informationen über die gesundheitlichen Folgen. Weiterhin gibt er Auskunft darüber, wo Betroffene Hilfe und Unterstützung erhalten können. Auch das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist als Anlaufstelle auf dem Schutzbrief mit aufgeführt. Den Schutzbrief finden Sie unten auf dieser Seite. 


Anzeigen